Bild RothirschDer Rothirsch

FAMILIE - GATTUNG - ART

Der Rothirsch gehört, wie der Dam- und Sikahirsch, das Reh, der Elch und das Ren (Rentier) zur grossen Familie der Hirsche, die zu den wiederkäuenden Paarhufern gehören. Nur das männliche Tier trägt ein Geweih. Das normal aufgebaute Geweih des Hirsches besteht im einzelnen aus den beiden Rosen, die auf Rosenstöcken sitzen, der rechten und linken Stange, an denen sich - von unten begonnen - die Aug-, Eis- und Mittelsprossen befinden. Was über der Mittelsprosse wächst, ist entweder ein Stangenenden, eine Gabel oder eine Krone. Alle Jahre im Herbst werden die Stangen abgeworfen.

BENENNUNG DER TIERE (Fachsprache)

Männliches Tier = Hirsch, männliches Jungtier = Hirschkalb
Weibliches Tier = Hirschkuh, weibliches Jungtier = Kuhkalb

LEBENSRAUM - LEBENSWEISE

Weite zusammenhängende Wälder bilden heute den Lebensraum des Rothirsches, von wo er gegen Abend zur Äsungsaufnahme auf Waldlichtungen und Wiesen zieht. Die Tiere leben in Rudeln. Alte Hirsche ziehen ein Einsiedlerleben vor.

NAHRUNG

Sie besteht je nach Jahreszeit aus Gräsern, Seggen und Kräutern, frischen Trieben von Laub- und Nadelhölzern, Früchten und Gemüsen aller Art. In Notzeiten kann durch Abschälen von Baumrinde und Verbeissen von jungen Baumkulturen erheblicher Schaden an Wäldern angerichtet werden.

FORTPFLANZUNG

Währen der Brunftzeit von Mitte September bis Mitte Oktober ziehen die Tiere zu den Brunftplätzen. In kalten Nächten ist der brünftige Hirsch von weithin zu vernehmen. Die beschlagene Hirschkuh setzt nach 34 Wochen Tragzeit im Juni in der Regel 1 Kalb. Das frisch gesetzte Kalb folgt bald der Mutter. Gesäugt werden die Kälber bis in den kommenden Winter.

BEDROHUNG

Durch verschiedene Freizeitaktivitäten des Menschen, Strassen- und Bahnverkehr. Jungtiere durch wildernde Hunde, selten auch durch Steinadler.