Das Gamswild
FAMILIE - GATTUNG - ART
Die Gemse gehört in die Familie der paarhufigen Wiederkäuer. Bock und Geiss tragen ein Gehörn, die «Krucken» oder «Krickeln». Diese sind ein Horngebilde, das nicht abgestossen wird. Das einzelne Horn wächst auf einem knöcheren Stirnzapfen, dessen Länge von Jahr zu Jahr zunimmt.
BENENNUNG DER TIERE (Fachsprache)
Männliches Tier = Gamsbock, männliches Jungtier = Kitzbock
Weibliches Tier = Gamsgeiss, weibliches Jungtier = Geisskitz
LEBENSRAUM - LEBENSWEISE
Im ganzen Alpenraum (vozugsweise im Gebiet der Waldgrenze), dem Jura sowie vermehrt auch im voralpinen Gebieten verbreitet. Bevorzugt Steilhänge, Felspartien und aufgelockerter Wald, zieht sich jedoch im Winter oder bei Störungen in die Gebirgswälder zurück. Lebt mesitens in Rudeln
NAHRUNG
Die Äsung ist vor allem im Winter einseitig.Im wesentlichen besteht sie aus trockenem Gras, Baumflechten und Beerenkraut. Die Gemse beäst auch Bäume und Sträucher. Im Sommer sind es vorwiegend Gräser und Alpenkräuter, denen die Rudel nachziehen.
FORTPFLANZUNG
In den Monaten November und Dezember findet die «Gamsbrunft» statt. Der Bock treibt die brünftige Geiss und vertreibt eifersüchtig
Rivalen und Nebenbuhler. Während der Brunft schwillt die Brunftfeige, eine hiner den Krucken liegende Drüse des Gamsbockes, stark
an und sondert ein Sekret zur Einstandsmarkierung ab.Die Gamsgeiss trägt 23 Wochen. Im Mai setzt sie, abgesondert vom Rudel, ein
seltener zwei Kitze.Schon bald nach dem Setzen stellt sich die Geiss mit dem Kitz wieder beim Rudel ein.
BEDROHUNG
Natürliche Feinde wie Luchs oder Steinadler. Lange strenge Winter, Lawinen und Steinschlag, Krankheiten wie Gamsräudeoder Gamsblindheit. Durch verschiedene Freizeitaktivitäten des Menschen sowie intensive Schafhaltung wird die Gemse immer stärker aus dem offenen Einstandsgebieten in Gebirgswälder verdrängt, wo es anschliessend zu Schäden am Wald durch Verbiss kommen kann.
Fuchs